Nepheli und Diabetes

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Nepheli und Diabetes

Beitragvon Franzi » 20.02.2012, 23:20

Beschreibung: ...jetzt hat sie es wohl erwischt.....

Hallo ihr Lieben,

heute schreibe ich mal aus einem nicht so erfreulichen Grund. :Traurig:
Ich vermute, dass Nepheli nun mit 10 Monaten an Diabetes erkrankt ist (Typ2).
Der erste Test heute (Combur) war positiv.

Aber von vorn.
Das Nepheli eine hyperaktive Wippelmaus ist, war von anfang an klar. Sie ist ständig wach und fordert unsere Aufmerksamkeit.
Die letzte Woche sagte ich noch, dass sie neuerdings eine kleine Zicke ist - sie kniff immer in die Hand, sobald man in das Aqua packte - hat quasi keinen Unterschied mehr zwischen Futter und Hand gemacht, weil sie es einfach nicht abwarten konnte, das Futter zu bekommen. Das war nicht immer so.
Letzten Donnerstag kam ich abends heim und da putzte sie sich richtig hektisch. Ich habe mir das eine Zeit lang angeschaut und bin dann noch zum Tierarzt gefahren.
Kurz bevor wir losgefahren sind, war der Juckreiz wie verschwunden und sie war nur hippelig wie immer.
Auch der Tierarzt guckte mich ein bisschen ungläubig an, weil der Hamster für ihn kern gesund ist.....
Sie hat ihn mehrfach gebissen, weil sie sich aus seinem Griff mehrfach befreien konnte....Kraft hat sie ohne Ende.
Er konnte keine Milben oder ähnliches entdecken und hat uns ohne Diagnose wieder entlassen. (er ist nicht mein Tierarzt erster Wahl, aber für den Fall der Fälle ganz gut, da 300m Luftlinie von mir entfernt und Sprechstunde von 18-20 Uhr)
Vor dem Tierarztbesuch habe ich sie gewogen - 9 gr hat sie in relativ kurzer Zeit zugenommen - von 32gr auf 41 gr.

Nepheli bekommt seit sie bei mir ist diabetesgeeigetes Futter.
Ich sehe sie nicht übermäßig oft trinken und ich kann auch nicht sagen, dass sie übermäßig viel Pipi macht.
Allein die Gewichtszunahme und das häufige hektische Putzen hat mich auf die Idee gebracht, den Diabetestest zu machen.
Nephelis Bruder Nestor hatte Typ 1 - also liegts allgemein wohl irgendwie in den Genen :(

Von einer Freundin, die selber einen kleinen Diabetes-Zwerg daheim hat, habe ich mir dann gerade die Teststreifen geholt.
Test 1 ist positiv. Am Mittwoch wiederhole ich den Test noch einmal.

Ich hoffe, dass es ihr noch lange gut geht und wir noch eine schöne Zeit haben.
Vom zweiten Test werde ich euch noch berichten.

Schöne Grüße :?
Franzi
Es grüßt Franzi
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon Franzi » 22.02.2012, 00:51

Beschreibung: Auge trüb

Hallo ihr Lieben,

mir ist noch etwas an Nepheli aufgefallen.
Sie hat ein trübes linkes Auge.
Dies soll auch von der Diabetis kommen können, habe ich gelesen.

Wisst ihr, ob dadurch ihr Sehvermögen teils oder komplett gestört ist?

Hat jemand Tipps für mich, wie ich sie, bis auf die Ernährung, nun noch behandeln kann? :Nachdenken:

Ganz ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich ihr den Stress bei den Tierärzten in der Nähe antun soll, wo die Diagnose eigentlich klar ist und ich nicht weiß, in wie weit die Tierärzte sich überhaupt auskennen und sich Mühe geben. 30 Minuten Autofahrt kommen noch oben drauf.
Sie ist ja schon soooo extremst hektisch und der Tierarztbesuch letzte Woche hat sie schon extremst gestresst

Zur Zeit baue ich eine neue Inneneinrichtung für die Süße, um die Unfallgefahr zu verringern, sollte sie wirklich (in Zukunft) nichts mehr sehen können.

Bin um jeden Tipp dankbar.

Liebe Grüße
die besorgte KG :|
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon Kiki » 22.02.2012, 03:07

Hallo,

dass Nepheli wahrscheinlich Diabetes hat, tut mir leid. :( Viele TÄ haben leider von Diabetes bei Zwergen noch nie etwas gehört, wissen gar nichts von der Anfälligkeit, dabei ist es eine der häufigsten Krankheiten bei Campbells und Hybriden.

Das mit dem Auge kann, muss aber nicht damit zusammenhängen. Was genau dahintersteckt, ob und wieviel sie noch sieht, kann dir aber nur der TA sagen.
Meiner Erfahrung nach ist es leider meistens schon zu spät, wenn sich eine Trübung zeigt, das Tier hat bereits eine Sehbeeinträchtigung oder ist auf dem Auge komplett blind - bei mir war es leider immer letzteres.

Bei der Entscheidung, ob du noch einmal mit ihr zum TA gehen willst, kann ich dir nicht behilflich sein, das musst du selbst entscheiden. Ich bin in erster Linie auch nicht sicher, ob es Sinn macht, nochmals diesen TA aufzusuchen, denn selbst wenn ein TA etwas nicht kennt, sollte er aufgeschlossen sein und sich notfalls weiter informieren... Wie weit wäre es denn von dir bis zur nächsten Tierklinik einer größeren Stadt?

Als Tipp für den Umgang mit einer Sehbehinderung beim Zwerg kann ich dir sagen, dass die meisten Zwerge sehr gut auch mit kompletter Blindheit klarkommen. Wichtig ist, dass die Gehegeeinrichtung dann immer 100 %ig gleich bleibt, bitte nichts mehr umstellen. Ein blinder Hamster fühlt sich in seiner Umgebung am wohlsten und ist häufig außerhalb des Geheges unsicher bis panisch, das gilt leider auch für die Hand. Meine blinden Hamstis habe ich deshalb, wenn ich dies feststellte, nicht mehr rausgenommen, auch wenn es mir schwer fiel. Meine Fee hatte trotz Blindheit und altersbedingtem extremem Wackelgang übrigens noch eine Zusatzetage im Gehege, da sie sich trotz allem immer sicher zurechtgefunden hat und nie runtergefallen ist. Das ist aber von Fall zu Fall unterschiedlich.

LG, Anne
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon Franzi » 22.02.2012, 09:07

Guten Morgen,
danke Anne, für deine Antwort.
30AutoMinuten ist die nächst grössere Praxis mit mehreren Tierärzten entfernt.
Das schlechte Sehen kann aber dann der Grund sein, warum sie Futter u Hand auf die Schnelle u in ihrer Hektik nicht unterscheiden kann. Sie beisst in dem Moment nicht fest...
Was mich wirklich wundert ist die Tatsache, dass ich nicht merke,dass sie aussergewöhnlich viel trinkt
,obwohl das ja Hinweis Nr.1 wäre.
Ich rufe mal in der großen Praxis an u höre nach, ob sich dort ein Art auf Kleintiere spezialisiert hat.
DER Arzt bei dem wir waren, wird mich nur noch sehen,wenn es um Erlösung der Keinen geht. Mehr traue ich ihm nicht zu, weil er auf „so Viechern“ nichts hält u sich daher keine Mühe gibt.

Ich werde berichten wie es weitergeht....:-/
Lg Franzi
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon morgaine » 25.02.2012, 21:28

Hallo Franzi,
das ist ja wirklich nichts Gutes. Ich drücke Euch die Daumen und wünsche Nepheli alles Gute. Ich würde das Auge auch sicherheitshalber untersuchen lassen.

Bei Miss Sofie war das auch ganz komisch, mit etwas über einem Jahr war sie plötzlich Diab positiv (ich habe aufgrund anderer Diab Zwerge immer regelmäßig getestet) und nach ca. 2 Monaten wieder negativ. Erklären konnte mir das auch Keiner.

Alles Gute und
LG
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon Franzi » 04.03.2012, 19:56

Hallöle,

nun ist es bereits zwar schon über eine Woche her, aber ich hatte mich dann vorletzten Freitag entschieden, zu einer Tierärztin zu fahren.
Der Diabetis-Test an dem Tag war plötzlich wieder negativ und ihre Augen waren auch klar.
Also habe ich den Hamster eingepackt und in ein Tierärztliches Zentrum ca. 17km entfernt gebracht. Hatte vorher schonmal angerufen, um zu fragen, ob sich dort jemand mit Zwerghamstern auskennt. Das wurde mir bejat - ich solle einfach zu den Sprechzeiten vorbeikommen.
Habe ich dann auch gemacht. Nepheli hat in ihrer wirklich großzügigen Transportbox fast mehr krach gemacht wie die Hunde und Katzen, die im Wartezimmer saßen, weil sie immer dran gekratzt hat.
Gut gut - einzige Erkenntnis dieses Ausflugs?
Mein Hamster hat nun offiziell einen Nachnamen :shock: . Sie wurde doch tatsächlich mit Nepheli Gxxxx aufgerufen / also mit meinem Nachnamen.
Dass ich davon leicht verdutzt war, hat man mir anscheinend angemerkt, denn die Ärztin sagte sofort: "Naja, wir Menschen haben doch auch Nachnamen".
Schön und gut. Verhalten und Geschichtewurde erläutert, sowie die Ergebnisse der beiden Diabetes-Tests und dann gab die Tierärztin auch noch zu, dass sie sich eigentlich gar nicht auskennt. Hat sich gewundert, dass ich selbst zwischen Diabetes Typ1+2 unterschieden habe und dass ich von bereits gemischten Diabetes-Zwerghamsterfutter sprach, was man kaufen kann - denn das war alles neu für sie.
Weil Nepheli sich ja auch teilweise so hektisch und viel kratzt war die Tierärztin dann Feuer und Flamme einen Tesaabklatsch zu machen. Dem habe ich zugestimmt - aber der war wie erwartet negativ - hat sich später nur auf der Rechnung bemerkbar gemacht.
Mir wurde der Tipp gegeben, auf die Ernährung zu achten und sollte ich mich für mehr zum Thema interessieren könnte ich ja mal die Uniklinik in München kontaktieren - schon klar, oder?
An den Augen hat sie übrigens auch nichts entdeckt, aber wie gesagt, waren sie an dem Tag sowieso klar.
Ich bin mir nicht sicher, ob Nepheli noch etwas sieht, oder ob das bei ihr alles über Geruch und Gehör geht, denn meist reagiert sie sehr flink, aber verhält man sich sehr sehr leise dann kann man teilweise neben ihr mit den Händen rumfuchteln, ohne dass sie reagiert.

Ihr Gehege habe ich noch einmal leicht angepasst, aber das hat sie seeeehr gut angenommen. Es ist nun alles einfacher gestaltet. Das war nochmal rechtzeitig, bevor es ihr schlechter geht.

Zur Zeit liegt sie bei ca. 46 Gramm (vor 1-2 Monaten noch 32 gr). Die letzten 3 Tage ging es ihr nicht so gut, sie kratzt sich viel, sie hat wieder teilweise trübe Augen, davor hat man für 4 Tage kaum eine Krankheit hinter ihrem Verhalten vermutet.
Das scheint immer sehr zu schwanken, obwohl sie keine Ernährungsumstellung o.ä. in der Zeit erhalten hat.
Seit gestern habe ich auch bemerkt, dass sie mehr trinkt. Dieses Symptom war bisher ja nicht sehr deutlich.

Auslauf kriegt sie kaum mehr, da ich das Gefühl habe, dass sie dadurch nervöser wird.
Auf der anderen Seite steht sie immer an ihrer Aquascheibe und will raus - da ist man immer sehr hin und her gerissen, was jetzt richtig oder oder nicht.....

@ morgaine
An deine süße MissSofie kann ich mich noch gut erinnern :Verliebt: . Nepheli sieht inzwischen ähnlich wie die süße Maus aus.
Die Tierärztin meint, dass es allgemein nicht unnormal ist, dass die Diabetes-Test unterschiedlich ausfallen.


Hat jemand Erfahrung mit Diabetes Typ 2 und kann mir sagen, wie viel Zeit der Kleinen noch im Durchschnitt bleibt? :?

Schöne Grüße
Es grüßt Franzi
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon TheFeldhamster » 11.05.2012, 15:57

Hallo!

Alles was ich und ein paar andere an Infos über Diabetes bei Zwerghamstern zusammentragen konnte findest Du hier: http://diabeteshamster.blogspot.com/ lies Dir einfach mal die Infoseiten der Reihe nach durch.

Typ 2 lässt sich eigentlich mit Glipiziden ganz gut behandeln - in den USA gibt es einige Erfahrungsberichte mit sehr guten Erfolgen. In Europa heißt das Medi mit Handelsnamen Minidiab (von Pfizer), eine Packung kostet hier in Ö €10,-. In D selbst ist es nicht zugelassen, aber man kann es über die internationale Apotheke in München trotzdem bestellen. Du kannst es auch erstmal mit Bockshornklee-Samen versuchen, die sind Blutzuckersenkend. Siehe dazu die Unterseite Therapiemöglichkeiten auf dem Blog, dort findest Du auch die Dosierung für das Medi.

Ich drücke Euch die Daumen!

lg, tina
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Re: Nepheli und Diabetes

Beitragvon Dori » 28.05.2012, 14:49

Huhu,

ich weiss nicht ob das hier noch aktuell ist, aber solange nicht geklärt ist ob eine Diabetes vorliegt wäre es nicht gut wenn Du mit Bockshornklee oder Minidiab anfängst.

Man kann beim TA eine Blutabnahme machen und zu Laboklin einschicken. Haben wir bei meinen Robo darmals auch gemacht. Dann erst kannst Du Dir 100 Prozent sicher sein auch wenn die Syntome schon sehr darauf deuten.

Falls sich Diabetes bestätigt kann deine TÄ das Minidiab für Dich besorgen. Wenn nicht schreib mir einfach eine PN.
LG Jasmin

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