Woran kann man Schmerzen erkennen?

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Woran kann man Schmerzen erkennen?

Beitragvon theaju » 12.11.2012, 15:15

Hallo Leute,
Tünnes (siehe Beitrag September) hat sich immernoch nicht wieder erholt. Zwischendurch, nach Medizin und Infusion, ging es ihm für 5 Wochen wieder prima, jetzt sind die Durchfall-Probleme seit 10 Tagen wieder da. War in der Zeit schon drei Mal beim TA, rapider Flüssigkeitsverlust, darum 2 Infusionen an 2 Tagen hintereinander, entzündungshemmendes Schmerzmittel, was für die Darmflora und jetzt wird endlich auch der Kot auf Parasiten untersucht.
Aber meine Frage ist: Ich habe den EIndruck, dass Tünnes Schmerzen hat - er bewegt sich anders als sonst, mit runderem Rücken, er beißt ständig in alles rein, auch in meine Finger, als hätt er wahnsinnig Hunger, frisst aber fast nur noch sein Grünzeug/Gemüse, kaum die Körner oder Nüsse (Zähne und Mundhöhle sind untersucht worden und in Ordnung). Außerdem kippt er manchmal seitlich ein wenig weg, wenn er sich schnell bewegt. Und als ich ihm heute sein Zeug eintreufeln wollte, hat er sofort in die Spritze gebissen und dann gequiekt! Hat er noch nie!....
Der TA meinte am Samstag, auf starke Schmerzen würde eigentlich nichts hindeuten (aber das ist ja jetzt auch wieder 2 Tage her), trotzdem hat er mir dieses Schmerzmittel mitgegeben das er auch jeden Tag bekommt - kann er dann trotzdem diese Schmerzen haben?! Ich weiß, letztlich ist es auch für Euch und dann auch noch auf die ENtfernung Spekulation, aber vielleicht habt Ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht und könnt mir was raten. Ich will dem Kleinen weder zu wenig noch zu viel 'Pflege' zumuten, d.h. wenn er nur noch Schmerzen hätte, wäre es doch eher egoistisch, ihn jetzt jede WOche weiter mit Medizin vollzupumpen... Was meint Ihr?
Danke
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Re: Woran kann man Schmerzen erkennen?

Beitragvon Kiki » 12.11.2012, 17:19

Hallo,

es tut mir leid, dass es Tünnes wieder schlechter geht. Schmerzen haben sich bei meinen Hamstern immer geäußert durch:
  • Buckel
  • stelzbeiniger Gang
  • kleine Augen
  • vermindertes Fressverhalten
  • anderweitig verändertes Verhalten (z.B. plötzliche Agressivität oder im Gegenteil auch Anhänglichkeit)
  • eventuell Apathie/vermehrtes Schlafen/verminderte Aktivität

Du siehst also, dass einige Symptome tatsächlich dafür sprechen, dass Tünnes Schmerzen hat. Dies ist auch bei Durchfall nichts ungewöhnliches und Schmerzmittel bringen in den seltensten Fällen die Schmerzen komplett weg.
Die Flinte ins Korn werfen würde ich deshalb aber nicht. Beim letzten Mal habt ihr es immerhin geschafft, den Durchfall für einige Wochen einzudämmen. Dies würde ich als gutes Zeichen werten und als Möglichkeit, dass er wieder gesund werden kann. Wichtig ist jetzt, ein für alle Mal abzuklären, woran genau er leidet. Die Kotuntersuchung ist dafür ein wichtiger Schritt. Wann ist mit den Ergebnissen zu rechnen?
Sollte nichts herauskommen, würde ich mir unbedingt eine Zweitmeinung bei einem anderen TA (möglicherweise in einer Tierklinik) einholen. Erst wenn Tünnes dort auch nicht geholfen werden kann, er selbständig gar nicht mehr frisst und du das Gefühl hast, dass er nicht mehr kann und will, solltest du eine endgültige Entscheidung treffen.

Ich würde dich aber bitten, hier noch einmal kurz zusammenzufassen, welche Medikamente (bitte genaue Namen der Präparate) er bislang bekommen hat. Wie ist sonst sein Verhalten? Ist er noch aktiv oder wirkt er apathisch und schläft meist nur noch?
Die Fütterung von Frischfutter halte ich in Anbetracht des Durchfalls für derzeit eher unglücklich. Wenn er kaum etwas anderes frisst, ist es natürlich schwierig, aber bei Durchfall sollte eigentlich kein Frischfutter gefüttert werden, da es diesen noch verstärken kann. Hast du es schon mit Babybrei (bei Durchfall super geeignet: Karotte) probiert? Wenn er zu wenig frisst, sollte gemeinsam mit dem TA über Brei-Zufütterung per Spritze nachgedacht werden.

LG, Anne
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