Gravierender Gewichtsverlust

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Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon morgaine » 16.01.2013, 16:10

Hallo zusammen,
ich habe große Sorge um Marie-Sol. Sie frisst nicht mehr richtig und wiegt zwischenzeitlich nur noch 28g. Sie ist jetzt 1 Jahr und 4 Monate. Letzte Woche war ich beim TA, der mir bestätigte sie sieht gut und munter aus, habe auch die Zähne untersuchen lassen = alles o.k. Sie hat kein Diabetes, zumindest keinen sichtbaren Tumor. Habe eine Kur (ich meine fenbac) bekommen, was eigentlich den Appetit anregen soll (das schleckt sie auch gut weg). Tut es aber nicht wirklich. Sie frisst nur noch bestimmte Sachen in Winzportionen: bisschen Salat, Salatgurke, lebenede Mehlis, ein bisschen SBK, Kürbiskern, Nüsse. Irgendwie habe ich das Gefühl, sie kann nicht mehr richtig beissen.... Habe gestern schon Haferflockenbrei (mit Wasser) zubereitet, findet sie aber auch nicht toll..

Sie schläft zwar viel, läuft aber auch noch im Rad und schaut putzmunter aus den kleinen Äuglein, ihre Augenentzündung ist wieder weg (auch deswegen beim TA).

Hat da Jemand schon Erfahrungen gemacht? Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich der Kleinen bieten soll/kann, damit sie wieder zunimmt. Es ist zum Verzweifeln....

LG
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon Kiki » 16.01.2013, 17:49

Huhu,

hat sich der TA denn auch die Backentaschen mal richtig kontrolliert (mit Ausstülpen usw.)? Wenn an den Zähnen wirklich alles in Ordnung ist (bei Zahnproblemen würden die meisten Hamster übrigens gar keine Nüsse mehr fressen, sondern nur noch Weiches), können Backentaschenprobleme (z.B. Entzündung, Abszess) eine mögliche Ursache sein.

Ansonsten kann sich natürlich auch nahezu jede andere Erkrankung auf den Appetit auswirken. Aber sie wurde ja untersucht...

Bei einer reinen Gewichtsabnahme hätte ich auf ein Winterphänomen getippt, aber wenn du sagst, sie frisst schlechter, passt das nicht zusammen. Mein Timmy und meine Cleo haben sich über den Winter nämlich nahezu halbiert. Gefressen haben sie aber wie die Scheunendrescher. Timmy hat seine Gramm inzwischen wieder drau. Bei Cleo wird es wohl noch dauern.

Toi toi toi für Marie-Sol.

LG, Anne
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon morgaine » 16.01.2013, 19:07

Hallo Anne,
danke für die Antwort. Die Backentaschen - weiß ich nicht genau. Zumindest hat der TA mit einem Riesenteil (mit Licht) in dem kleinen Mäulchen rumgeschaut... Und sie war so lieb dabei. Bei Backentaschenentzündung/Abzess: sieht man das eventuell von aussen (Beule oder ähnliches)?? Denn da ist absolut nichts zu sehen.

Nüsse: das hobele ich so ab, dass es ganz kleine Teile sind. Damit sie nicht ganz vom Fleisch fällt... Wenn es trotz der Paste nicht besser wird, werde ich am FR nochmals zum TA gehen. Nicht dass sie mir vor einem vollen Futternapf verhungert, die Süße... Ich werde heute abend wieder Haferflockenbrei mit Pipette verabreichen, obwohl sie das nicht toll findet....

LG
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon Cello » 16.01.2013, 19:36

Ich würde sie solange sie von selbst frisst nicht zwangsernähren.

Zwerge zum Fressen zu zwingen geht mit einem erheblichen Verletzungsrisiko und Stress einher und sollte nur im Notfall gemacht werden. Stress wirkt sich auch auf den Appetit aus und außerdem ist erwiesen das Tiere die Nagerungsmittel meiden mit denen sie "schlechte Erfahrungen" durch Zwangsfütterung gemacht haben. So hilfst du dem Hamster also nicht sondern gewöhnst ihm nur Haferflocken ab.
Päppeleffekt ist auch gleich null weil die Energie die Aufgenommen wird in den Abwehrbewegungen und dem Stress eh gleich wieder verbrannt werden.

Ich denke an das Winterphänomen. Mein Quentin hat nun schon den 2. Winter von 46g auf 23g abgenommen, frisst mäkelig und ist trotzdem topfit und kerngesund. Was du zur Sicherheit noch machen lassen kannst ist eine Kotuntersuchung au Endoparasiten. Dazu sammelst du den Kot von min. 3 Tagen und bringst den zum TA.
Fütter sie normal, zuviel Alarm zu machen und ständig neues Breichen und gehobeltes ins Gehege zu stellen und sie zum Essen betteln macht der Kleinen nur Stress genau wie ständiges zum TA rennen, dann würd ich auch nicht fressen.

Bunkert sie denn sehr große Mengen ohne viel zu fressen? Auch das spricht für natürliches Verhalten im Winter. Zwerge die ihr Gewicht in der kalten Jahreszeit halbieren sind nämlich gesünder als die die das nicht tun :twinkle:
Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herrausstreicheln. (Astrid Lindgren)
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon morgaine » 16.01.2013, 20:08

Hallo Cello,
sie bunkert im Moment überhaupt nicht, zumindest kann ich im Gehege nichts finden. Allerdings habe ich vor kurzem ihr Gehege gesäubert und den größten Teil ihres Bunkers entfernt. Nur ein wenig übrig gelassen. Mache ich aber immer so, baut sie in der Regel ja auch wieder auf.

Und es erfolgt auch keine "stressige" Zwangsernährung, da halte ich auch nichts von. Sie hält die Pipette selbst mit den Pfötchen fest und schleckt ab und zu. Da sie super zutraulich ist, findet das in meiner Hand statt. Und wenn sie nicht mehr will, ist auch gut.

Ich hatte nicht das Empfinden, dass der TA Besuch für sie unheimlichen Stress verursacht hat. Sie saß ganz ruhig in meiner Hand, ohne Zittern und Zetern. Hat mich auch - ehrlich gesagt - ein wenig erstaunt. Bei meinen anderen Hamstis war das immer ein Drama....

Ich hoffe ja auch, dass es das Winterphänomen ist. Sie schaut munter in die Gegend und nutzt auch ihr Rad. Nur nicht mehr so viel. Mache mir halt Gedanken, da ich nun schon mehrere Hamsti hintereinander relativ früh verloren habe. Werde auf jeden Fall weiter beobachten und auf eine baldige Zunahme hoffen...

LG
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon morgaine » 25.01.2013, 17:27

Hallo zusammen,
komme gerade vom TA. Bei MarieSol musste der rechte vordere Schneidezahn gekürzt werden. Der ist bei der letzten Untersuchung irgendwie nicht genau betrachtet worden - sehr ärgerlich.... Es sind gute 4 mm abgekommen. Der Zahn ist im Bogen nach innen gewachsen, und wär wohl sonst durch ihren Gaumen. Kein Wunder also, dass sie es nicht mehr so mit dem Fressen hatte... Hoffentlich haut sie nun wieder ordentlich rein.... Und sie war wieder superlieb beim TA, kein Beißen (mit dem Zahn eh nicht möglich, ist aber auch sonst nicht ihre Art), kein Zetern, kein Zittern, hat munter in die Runde geschaut und ist auf mir und der Sprechstundenhilfe rumgekrabbelt. Das Festhalten fand sie nicht so toll, hat aber dann doch still gehalten.

Sie hat heute (mit ein wenig Futter in den Backentaschen) immerhin 34 g auf die Waage gebracht. Sie hat das "Kraftfutter" (klein geraspelte Nüsse, SBK, Kürbiskerne) gut angenommen und zumindest schon mal ein klein wenig zugelegt. Und jetzt sollte es auch wieder mit den "normalen" Körnern klappen.

Ich bin auf jeden Fall froh, den Grund gefunden und nunb endlich beseitigt zu haben. unter Umständen kann das nochmal passieren, aber jetzt weiß ich auf was zu achten ist.

LG
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon Pfote » 25.01.2013, 19:12

Hallo morgaine,

das ist ja krass, das hätte der TA doch beim ersten Besuch schon merken müssen! Wie ärgerlich, echt!! :evil:
Aber naja, jetzt ist es gottseidank behandelt und ich drück dir die Daumen, dass sich dein tapferer Zwerg schnell erholt und bald wieder ordentlich reinhauen kann. :D
LG, Pfote
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon Chodscha » 25.01.2013, 19:27

Hallo morgaine,

das mit Zahn hatte ich auch mal bei einem Hamster. Das Kürzen wurde dann unter Narkose gemacht und das hat unser Kleiner leider nicht verkraftet. :cry:

Wie ist das denn bei Dir gemacht worden?
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon morgaine » 26.01.2013, 17:17

Hallo Chodscha,
das ist aber schade mit deinem Zwerg...

Die TÄ hat auch überlegt, wie es am besten zu machen sei, wegen Narkose, und normalerweise wird dann so etwas wie eine Minikreissäge (kann es nicht anders ausdrücken) verwendet. Wir haben dann entschieden, den Zahn abzukneifen. TÄ hat auch auf das Risiko hingewiesen, dass beim "Abkneifen" der Zahn unter Umständen splittern kann. Aber ein Versuch war es wert, damit eine Narkose erspart bleibt. TÄ hatte da auch Bedenken wegen des geringen Gewichts. Wir haben dann zu dritt die Lütte gehalten. Sprechstundenhilfe den kleinen Körper, ich die kleinen Vorderpfötchen und TÄ hat es mit einem Zwack sauber hingekriegt. Und es ist nichts gesplittert. MarieSol hat sich danach in der Hand erstmal ordentlich geputzt.

Dieses Zwerglein ist hinsichtlich TA Besuche einfach nur eine Sensation.... So was habe ich noch bei keinem meiner Zwerge erlebt.

Ich hoffe jetzt nur, dass es nicht so schnell wieder der Fall ist. TÄ meinte, dass sie im Unterkiefer unter Umständen keinen "Gegenzahn" mehr hat. Aber nach dem Abzwacken wollten wir der Kleinen eine weitere "Festhalterei" ersparen. Muss halt jetzt immer genau aufpassen, selbst wenn im Unterkiefer kein Gegenzahn da ist, läßt sich dann eh nicht ändern.

LG
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon morgaine » 13.06.2013, 22:01

Hallo zusammen,
mal wieder was von MarieSol, die offenbar beschlossen, Miss Twiggy unter den Dsungis zu sein. Nachdem ein kleiner Anstieg des Gewichts - nachdem der gebogene Zahn abgezwackt war - zu verzeichnen war, hat sie kurze Zeit danach wiederum weiter enorm an Gewicht verloren. Meine kleine süße Maus wiegt inzwischen nur noch 24-25g, wenn es mal 26g sind - bin ich schon begeistert.
Alles was TÄ-mäßig zu prüfen war ist durchgeführt, und es gibt für mich leider keine Erklärung für diesen Gewichtsverlust... Manche Tage habe ich schon damit gerechnet, dass ich die schwere Entscheidung treffen muss sie zu erlösen oder sie leblos in ihrem Häuschen vorfinde.... Aber dieses kleine Zwerglein hat einen starken Lebenswillen.
Ihr blöder Zahn ist schon wieder ziemlich gebogen, aber ehrlich gesagt habe ich Sch.. den erneut abzwacken zu lassen aufgrund ihres geringen Gewichts. Ende Juni ist sie dann 1 Jahr 9 Monate, also inzwischen eine kleine Seniorin.
Trotz allem ist sie immer noch fit und munter, buddelt ihr Terra regelmäßig um, schläft aber auch sehr viel, und Radlaufen hält sich auch in Grenzen. Richtig fressen und "hamstern" scheint ihr nicht mehr so wichtig zu sein. Lebende Mehlis sind auch nicht mehr ihr Ding.
Leider hat sie auch immer wieder ein entzündetes Auge, was ich behandeln muss. Und dabei ist festzustellen, dass dieses kleine zierliche Tierchen sich noch mit richtig viel Kraft gegen die Finger stemmt, um den doofen Tropfen zu entgehen.... Aber letztendlich schaffen wir es dann (dauert manchmal ziemlich lange, um keinen großen Stress zu provozieren) und bevor sie die Tropfen bekommt, darf ich auch mit einem weichen Tempo die Äuglein sauber putzen.
Sie ist so lieb und süß, ich darf sie immer hinnehmen, sie kuschelt sich in die Hand, putzt sich darin, keckert manchmal und schleckt gleichzeitig hingebungsvoll meine Finger ab. Und 25g Zwerghamster in einer nicht gerade großen Frauenhand sind wirklich eine winzige Portion....
Ich hoffe nur, dass die Kleine an nichts schmerzhaftem leidet (zumindest ist nichts erkennbar, keine Tumore, keine Diab) und weiterhin so munter im Rahmen ihrer ca. 25g bleibt.
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Re: Gravierender Gewichtsverlust

Beitragvon Yuutsu » 13.06.2013, 23:50

Hallo morgaine,
25g ist nicht viel, aber wenn sie das stabil hält, ist das doch schonmal gut.
Zu dem entzündetem Auge: Hast du schonmal die Einstreuart gewechselt, vllt hat sie da ja iwie ein Problem? :Nachdenken:
Vieles was du schreibst, können wirklich Alterserscheinungen sein udn müssen nicht zwangsläufig krankheitsbedingt sein.

lg Sandra
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