Tumor - der sich dann doch als Abszess entpuppte

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Tumor - der sich dann doch als Abszess entpuppte

Beitragvon Justy » 10.04.2014, 19:05

Nachdem ich gestern abend beim Notdienst war, habe ich mir heute Gedanken gemacht, wie ich der Maus das Leben noch möglichst lange möglichst schön zu machen.
Amber hat eine Beule an der Backentasche, etwa so groß wie eine große Erbse, ich dachte gleich an einen Abszess, aber der TA meinte, es wäre ein Tumor. Operation an der Stelle sei wenig sinnvoll, weil dort so viele Gefäße verlaufen. Auch das Alter der Patientin ist nicht zu vernachlässigen.

Was kann ich tun, damit sie noch möglichst lange fit bleibt? Schmerzmittel habe ich mitbekommen. Da es jetzt sehr schnell ging mit dem Tumor, mache ich mir echt Sorgen, ob sie es noch lange macht. Und ausgerechnet jetzt haben wir Urlaub geplant (über Ostern).
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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon Chodscha » 10.04.2014, 21:10

Hallo Justy,
das sind leider keine guten Nachrichten. Wenn ein Tumor so schnell wächst dauert es meist nicht mehr lange, bis die kleine Maus sich auf den Weg machen muss. Bei unserer Wendy war es ähnlich und wir mussten die Kleine schon ein paar Tage nach der Diagnose einschläfern lassen. :Traurig: :Traurig:
Du kannst leider nicht viel machen außer darauf zu achten, wie lange es ihr noch geht geht. :cry: :cry:

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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon 3Zwerge » 10.04.2014, 21:29

Guten Abend Justy,

ich denke mal, wenn ein Hamster einen Tumor hat und durch diesen keine Schmerzen erleiden muss und der Tumor ihn nicht am Leben hindert und/oder
behindert ist das noch zu verantworten.

Leider kann man als Mensch in seinen kleinen Hamstergesellen nicht hinein gucken.
Hamster zeigen erst dann Schmerzen an, wenn sie nicht mehr anders können, es sind Fluchttiere, die möglichst lautlos sein müssen um
nicht von Fressfeinden gefressen zu werden.

Schmerzmittel geben ist so eine Sache. In einem kleinen Organismus geht das immer auch zu Lasten der
kleinen Organe, zumal man auch nicht weiß, wie man dosieren soll, damit das Tier nicht kränker wird (von den Schmerzmitteln)
als von der Krankheit selbst.

Es geht um Deine Einstellung zu Deinem Hamster.
Meine Meinung zu diesem heiklen Thema ist aber, das Leiden mit Schmerzmitteln in die Länge zu ziehen, weil man als Mensch hofft,
dem Hamster zu helfen, ist für mich trotzdem ein in die Länge gezogenes Leiden.

Man muss als Tierhalter abwägen was das Hamsterwohl (Tierwohl) betrifft und jeder Mensch muss
seine eigene persönliche Entscheidung treffen. Jedes Individuum denkt, fühlt und handelt anders, es liegt in jedermanns persönlicher Verantwortung
um und über das Tier.


Alles Gute für den kleinen Hamsti.

Birgit
Beste Grüße
Birgit

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(+ 7 Sternenhamsterchen)


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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon Justy » 22.04.2014, 22:40

Wir waren dann heute nochmal in der Klinik. Amber ging es bisher bestens, war aktiv und zeigte keinerlei Schmerzen. Die Beule ist wesentlich kleiner geworden. Über Ostern waren wir paar Tage nicht da, ein Nachbar hat sich solange um die Mädels gekümmert. Gestern habe ich Amber dann richtig durchgecheckt und festgestellt, dass sich der Umfang wieder vergrößert hat und das Eiter rauskommt. Also heute gleich einen Termin gemacht. Doch kein Tumor sondern wie erst vermutet ein Abszess. Der wurde dann direkt gespalten und gespült. Antibiotika soll sie noch bekommen und Freitag nochmal zur Kontrolle. Amber wurde ein gutes Herz-Kreislauf-System bescheinigt, sie hat also noch ein langes Hamsterleben vor sich (soweit man das von einem über zweijährigen Tier sagen kann).
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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon Speechless » 23.04.2014, 08:11

Guten Morgen! :)

Ui, das sind doch mal gute Neuigkeiten!
Also doch "nur" ein Abszess - das geringere Übel!

Freut mich, dass ihr euch nicht dazu entschieden habt, sie direkt schlafen zu schicken.. :Hurra:
Ich bin auch eher der Meinung, dass man das individuell anschauen muss & man abwägen muss, ob und inwiefern Schmerzen vorhanden sind.
Man ist Mensch und kann glaube ich doch ganz gut einschätzen ob ein Tier sich quält oder eben nicht - da ist warten manchmal eben doch die bessere Entscheidung. :)

Allerdings frage ich mich, wieso eine Tierklinik nicht in der Lage ist, einen Abszess von einem Tumor zu unterscheiden.. Mach ich mir irgendwie Gedanken darüber, wie vielen Tieren es in der Klinik schon so ging und womöglich schon eingeschläfert wurden, "nur" weil man beides vertauschte / nicht richtig diagnostizieren konnte.. (keinerlei Unterstellung oder so - einfach so der erste Gedanke der mir kam als ich das las.)
... ja, so ein Hamster ist klein - aber das sind manche Hunde oder Katzen beispielsweise auch und...feststellen, dass da was unnormal ist kann Otto-Normal-Halter eben selbst...
Hm.


Auf jeden Fall freut es mich für euch! Das ist doch mal ein schönes Ostern ! :)
Grüße :Blumen:
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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon Justy » 23.04.2014, 22:02

Naja, für einen Abszess ist es sehr weit hinten an der Backentasche, da kann ich schon nachvollziehen, dass sich der erste TA geirrt hat. Als die Beule kleiner geworden war, sah es auch nicht wirklich nach einem Abszess aus.
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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon Speechless » 24.04.2014, 09:35

Guten Morgen :)
Ja, aber dafür sind se doch da.. rauszufinden ob es was ernstes ist oder eben "nur" sowas..
Dafür hab ich persönlich wenig verständniss, zumal es ja durchaus hätte sein können, dass ihr sie über die RBB schickt obwohl es eigentlich garnichts war...
Dafür sind TÄ doch da. Fehldiagnosen sind mal ok, aber bei sowas finde ich sollte man sich schon sicher sein bevor man..sowas raushaut..

Naja, freut mich auf jeden Fall, dass es doch so kam... ;)


Liebe Grüße,
Deborah
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Re: Tumor - wie kann man helfen

Beitragvon Justy » 01.05.2014, 23:03

Am Dienstag waren wir nochmal vorstellig. Die Tierärztin hat sich jedesmal richtig gefreut, wenn sie vier Knopfaugen aus der Transportbox angeguckt haben, hehe.
Den Abszess hat sie nochmal begutachtet, Diagnose: nicht mehr auffindbar. Also alles wieder bestens.

Kosten: 190€ (mit Notdienst, ohne Fahrtkosten (4x 70km)), aber was tut man nicht alles für die Knirpse!
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Re: Tumor - der sich dann doch als Abszess entpuppte

Beitragvon Chodscha » 02.05.2014, 10:07

Hallo!
Na dann ist ja alles gut.

PS: Ich war letztens mal beim TA, da war ein Pärchen mit einem Hund, die haben sich richtig wie Bolle gefreut, weil die Rechnung nur so um die 900 Euro war.
Es gibt zwar Tierversicherungen, aber leider nur für Hunde und Katzen, und auch die sind nicht ganz billig. :(

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Re: Tumor - der sich dann doch als Abszess entpuppte

Beitragvon Justy » 02.05.2014, 19:28

Ich hab mir auch gedacht, gut, dass wir nur Hamster haben, als eine Familie ihren Hund wieder abgeholt haben und knapp 800€ hingelegt haben. Aber wenn man das mal im Verhältnis zu Größe und Lebenserwartung sieht, dann sind die Hamster doch ganz schön teuer. Aber egal, das haben sie verdient, dass es ihnen auch gut geht.
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Re: Tumor - der sich dann doch als Abszess entpuppte

Beitragvon Justy » 05.10.2014, 21:59

Wenn ich das hier so rückblickend lese, dann hat die ganze Aktion damals das Leben von Amber noch ganze 4 Monate verlängert. Letzte Woche ist sie dann mit stolzen 2 Jahren und etwa 8 Monaten für immer eingeschlafen, ihre Schwester Aurea hatte sich schon im Juli auf die Reise gemacht. Wir sind momentan hamsterlos! Ist ganz ungewohnt ... aber ein (oder mehrere) neuer tierischer Mitbewohner ist schon in Sicht.
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