Seite 1 von 1

Dsungi Geschwister nach Trennung depressiv

BeitragVerfasst: 23.01.2017, 07:04
von Valerij
Guten morgen.

Meine Freundin und ich haben uns zwei weibliche Dsungarische Zwerghamster Geschwister gekauft.
Wir haben uns davor wegen Paar Haltung erkundigt und entschieden, es zu versuchen und gegebenenfalls zu trennen, falls sie sich streiten oder es zu Problemen kommen sollte.
Während der ersten Woche hat es auch wunderbar geklappt, die beiden haben zusammen geschlafen, zusammen gebuddelt, Futter geteilt und sind übereinander gelaufen, was wirklich sehr süß war :Verliebt:
Aufgefallen ist mir nur, das eine der beiden zurückgezogener und schüchterner war, als die andere, was ich aber auf die Eingewöhnungszeit geschoben habe.
Und immer wenn eine der beiden draußen war und zurückgekommen ist, haben beide etwas gepiepst, klang fast schon wie eine "Begrüßung".
Aber beide haben sich gut entwickelt, sind immer mehr aus sich raus gekommen und beide fingen an, von meinen Fingern das Essen zu nehmen und immer weniger schreckhaft zu sein.

Bis hier her alles normal eben, aber ich habe sie sehr viel beobachtet und aufgepasst, weil ich gelesen habe, das man sie bei möglichen Streitigkeiten sofort trennen soll.
Nach einer Woche der Idylle kam es dann Abends zu massiven Streitigkeiten :(

Sie haben sich innerhalb von einer Stunde vier mal gezankt, mit dem typischen auf den Rücken werfen und in den Bauch beißen und auch das Piepsen klang nicht mehr so freundlich wie zu beginn.
Wir hatten bereits im Vorfeld alles vorbereitet, wie zweiten Käfig und ein neues Zuhause, eben für diesen Fall.

Das ist jetzt 2 Tage her.

Es war sehr schade, aber ich wollte nicht riskieren, das sie sich verletzen, also haben wir sie getrennt.
Und hier haben die Verhaltensstörungen angefangen.

Wie gesagt, ich habe beide sehr viel beobachtet und wusste sehr genau, wie sich die beiden verhalten.

Die eher schüchterne ist in den neuen Käfig gekommen und wirke danach sehr fröhlich, hat alles erkundet, war auch uns gegenüber sehr neugierig und ist daraufhin die ganze Nacht im Laufrad gelaufen.
Die zu beginn neugierige hingegen ist seitdem extrem schüchtern, zurück gezogen und kommt kaum noch aus dem Haus raus.
Falls sie dann mal draußen ist, rennt sie sofort wieder ins Haus, sobald sie uns sieht und kommt auch nicht mehr raus, wenn ich sie mit Mehlwürmern locke (Mehlwürmer haben beide geliebt).
Am zweiten Tag waren dann beide kaum noch draußen.

Jetzt ist die eine weg :(

Als wir sie aus dem Käfig geholt haben, haben wir aufgepasst und waren vorsichtig. Wir waren ganz ruhig, haben sie langsam aus dem Käfig geholt und haben versucht, die andere nicht zu stressen.
Ich kann mir vorstellen, das die zurückgebliebene glaubt, das ein Raubtier ihre Schwester entführt hat und ist jetzt deshalb so schüchtern.

Ich denke mir, sie braucht jetzt einfach ein bisschen, bis sie sich auf die neue Situation eingestellt hat.
Aber trotzdem, sie wirkte anfangs so ungehemmt und glücklich und seitdem kann ich sie nicht mal mehr Nachts im Laufrad hören.

Haben wir etwas falsch gemacht?
Hat jemand hier die selbe Erfahrung gemacht und kann mir sagen, wie lange es dauern wird, bis sie wieder "normal" ist?

Vielen dank und einen schönen Tag noch


Gruß, Valerij